Presse

2.7.11
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung

Therapiezentrum eingeweiht

REHA-Dannenberg feierte auch das 15-jährige Bestehen - Soziale Dimension seelischer Erkrankungen

  by Dannenberg. Erst schien die Sonne, dann stürmte und goss es, dann schien die Sonne wieder: Dieser Wetter­wechsel gestern Mittag passt auch zur Geschichte der REHA-Dannen­berg, einer Ein­richtung zur medi­zi­ni­schen und beruf­lichen Reha­bi­li­tation psy­chisch kran­ker Men­schen (RPK). Die hat in der Tat stür­mische Zei­ten hinter sich und kann sich mitt­ler­weile im wahr­sten Sinne des Wortes sehen lassen: Der letzte von ins­gesamt drei Neu­bauten, näm­lich das Therapie­zentrum am Dömitzer Damm in Dannenberg, ist gestern Mittag ein­ge­weiht worden. Auf den Tag genau am 15. Geburtstag der Einrichtung. Die anderen beiden Neubauten sind die Appart­ment­häuser für die 25 Reha­bi­litanten im Quer­deich und im Deve­lang­ring.

Wolfgang Kraft, Geschäfts­führer der Dia­ko­nischen Ein­rich­tungen Wend­land, die der Träger ist, er­innerte gestern vor Gästen - unter anderem der Renten­ver­sicherung, Kranken­kassen, des Arbeits­amtes, der Politik und der Kirche - an die Anfänge und die stür­mischen Zeiten des Jahres 2007. Als Retter wurde damals Bernd Renzenbrink vom Senior Con­sul­ting­service Dia­konie ge­ru­fen, "dank dessen be­son­derer Be­gabung", so Wolfgang Kraft, das notwendige Geld für die Neu­bauten zusammen­kam. Renzenbrink selbst zitierte an­gesichts der nun be­endeten Neu­auf­stellung der Reha Fried­rich Schiller - "Freude schöner Götter­funken" - und freute sich, dass Kairos, der griechische 'Gott des gün­stigen Augen­blicks', der REHA-Dannen­berg gut ge­sonnen war. Renzen­brink und sein Nach­folger Kraft dankte allen Unter­stützern und auch den Mit­arbei­tenden, die eini­ges hätten durch­stehen müssen.

Bei der Ein­weihungs­feier des Neu­baus der REH-Dannen­berg sprach auch Dr. Sebastian Stierl von der Psychi­atrischen Klinik Lüne­burg. Die Zu­hörenden in der ersten Reihe (von rechts): Elb­tal­aues Samt­gemeinde­bürger­meister Jürgen Meyer, Bernt Renzenbrink, Bau­unter­nehmer Michael Wieczorek und Wolfgang Kraft, Geschäfts­führer der Dia­konischen Ein­rich­tungen Wend­land. Aufn.: Ch. Beyer

Die REHA-Dannen­berg hatte zur Feier zwei Refe­renten ein­ge­laden, die Grund­sätz­liches zur Sozial­psychia­trie und zur Arbeit der RPK's sagten. Dr. Sebastian Stierl von der Psychia­trischen Kli­nik in Lüne­burg be­tonte, dass es an­ge­sichts der Ver­bre­chen der Psychia­trie in der Ver­gangen­heit weiter not­wen­dig sei, die soziale Dimen­sion see­lischer Er­kran­kungen zu be­to­nen. Für ihn sind Psychose-Seminare, die Betroffene, Ange­hörige und Fach­leute zu­sam­men­bringen eine "großer Fort­schritt". Dr. Stierl wünschte sich noch mehr ambu­lante Be­treu­ungs­mög­lich­keiten mit Krisen­diensten. Dass es hier man­ge­le, habe auch die Pharma­indu­strie erkannt und hoffe auf ein neues Geschäftsfeld - "ein Skandal".

Brigitte Kumbier-Jordan vom Institut für an­ge­wandte Sozial­fragen in Göttin­gen, be­zeich­nete die RPK's als ein Erfolgs­modell, weil sie wohn­ort­nah, früh­zeitig und bedarfs­gerecht Menschen mit psychi­schen Stö­rungs­bildern eine dauer­hafte soziale und beruf­liche Teil­habe er­mög­lich­ten.

Die Nutzer seien zu 60 Prozent männ­lich und im Durch­schnitt 30 Jahre alt, litten an Psy­cho­sen, Persön­lich­keits­stö­run­gen, Pho­bien. In der Reha ent­wick­el­ten sie eine Lebens- und Be­rufs­per­spek­tive, bauten ihre sozia­len Kompe­tenzen aus, lernten ihre Er­krankung zu ver­stehen, sowie be­las­tende Fak­toren zu er­kennen. Im Bundes­durch­schnitt würden rund 50 Prozent auf den ersten Arbeits­markt inte­griert, gut ein Viertel auf den zweiten Arbeits­markt, ein weiteres Vier­tel bleibe er­werbs­un­fähig.

Martin Donat, Mit­arbeiter der Reha, sprach als stell­ver­treten­der Land­rat: Er wünschte sich, dass sich Kranke und Gesunde auf­ein­ander­zu­be­wegen, krank­machende Arbeits­bedingun­gen nicht zu ak­zep­tieren und die Lebens­welt so zu ge­stalten, dass an ihr auch "dünn­häutige Men­schen" teil­nehmen können.

1.12.10
Quelle: Kiebitz

Fortschrittlicher Bau, Bauherren und beteiligte Firmen zufrieden

Therapiegebäude der Diakonie in Dannenberg fertiggestellt

rs Dannenberg. Der dritte und letzte Schritt der baulichen Neu­auf­stellung der REHA-Dannen­berg ist voll­endet. Gestern wurde das zukünftige The­ra­pie­gebäude der Diakonie am Dömitzer Damm 6 ab­ge­nom­men. Die REHA-Dannen­berg, die Ein­rich­tung zur medi­zi­ni­schen und beruf­lichen Reha­bili­tation psy­chisch kranker Men­schen, ge­hört zu den 'Dia­ko­nischen Ein­richtungen Wend­land gGmbH'. Der fort­schritt­liche Bau mit Bü­ros, Werk­stätten, Lehr­küche, Arzt-, Behand­lungs- und The­ra­pie­räumen hat rund 1000 Qua­drat­meter an Funk­tions­flä­chen auf zwei Ebenen und kos­te­te knapp 1,3 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr hatte die Diakonie bereits zwei Wohn­heime - ebenfalls mit dem Bau­unter­nehmer Michael Wieczorek - für die REHA-Dannen­berg mit ins­ge­samt 22 Plätzen am Quer­deich und im Deve­lang neu ge­baut und be­zogen. Alle 30 Plätze der REHA-Dannen­berg - die 22 statio­nären Plätze, zwei ambu­lante sowie sechs weitere zur reinen beruf­lichen Reha­bili­tation - seien schon be­legt, in­for­mierte der Geschäfts­führer der Dia­konie, Wolfgang Kraft. Er nannte auch den neuen ärzt­lichen Leiter der Reha-Dannen­berg: Dr. Joachim Ballandat, Arzt für Psychia­trie und Psycho­therapie.

Wolfgang Kraft, Geschäftsführer der 'Diakonischen Einrichtungen Wendland gGmbH' ist stolz auf die moderne Reha-Anlage am Dömitzer Damm.

Zufriedene Ge­sichter bei der Schlüssel­über­gabe: Bau­unter­nehmer Michael Wieczorek (v.l.) über­reichte Wolfgang Kraft von der Dia­konie den sym­bo­li­schen Schlüssel des neuen Reha-Zentrums. Architekt Christoph Ahrens und Reha-Leiter Detlef Schüler waren glücklich.
4 Aufn.: R. Seide

Wie alle Beteiligten freute sich Kraft, dass der letzte Reha-Bau und damit auch die Neu­auf­stel­lung der Ein­richtung voll­endet ist. Die Reha-Dannen­berg wer­de eine der "inno­va­tiv­sten und mo­dern­sten Ein­rich­tungen ihrer Art in Nieder­sach­sen und da­rü­ber hinaus" sein.
Einen Eindruck davon durften sich am Montag Vertreter der Wirtschaft, der Verwaltung und der Presse machen, als der Braun­schwei­ger Archi­tekt Chris­toph Ahrens durch die Räume führte. Obschon klar die Ziel­for­de­rung vor­lag, den ver­an­schlag­ten Haus­halt in Höhe von 1,3 Mio. Euro für den Bau aller Bereiche in­klu­sive der Außen­anlagen nicht zu über­schreiten, gelang dem Archi­tek­ten mit über­wiegend regio­nalen Firmen ein ein­drucks­voller Bau, in dem sich die Reha­bili­tanten sicher wohl fühlen können, und wo sie an­ge­messen in neuen Berufen an­ge­lernt werden können. Hin­sicht­lich der Nutz­fläche sei man zwar rund 200 Qua­drat­meter kleiner geworden, was jedoch dem An­spruch des Hauses keiner­lei Abbruch tut.

Andreas Hummelt (rechts) wies die Besucher der neuen Reha-Dannenberg in die Funktions­weise des Block­heiz­kraft­werkes ein.

Die vier kompakten und den­noch großzügigen Arbeits­trai­nings­bereiche - Verwaltung, Holz­werkstatt, Haus­wirt­schaft und Garten­bau - sind präg­nant optisch vonein­ander ge­teilt und doch har­mo­nisch inein­ander ge­fügt. Kurze Wege, helle Räume und moderne Mate­ri­alien be­herr­schen das Reha-Zentrum, das über ein eigenes Block­heiz­kraftwerk ver­fügt, für dessen War­tung die Diakonie keinen Cent aus­geben muss, da man einen in dem Münste­raner Andreas Hummelt einen Unter­nehmer fand, der auf ei­ge­ne Rech­nung die An­lage be­treibt, weil er die über­schüssig er­wirt­schaftete Ener­gie ins Netz ein­speist. Der Hitz­acker­aner Bau­unter­neh­mer Michael Wie­czo­rek und Ahrens lobten die Diakonie für Weit­blick und die Hand­wer­ker für ihre fach­liche Leis­tung, die es er­mög­lichte, trotz wid­ri­ger Wit­ter­ungs­ver­hältnisse, schnell die­ses mo­der­ne Zentrum zu erstel­len.

Der Bauunternehmer Michael Wieczorek zeigte Dannenbergs Bürgermeister Günter Voß die neue Lehrküche.

16.6.10
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung
Richtkranz über Reha

by Dannenberg Der dritte und letzte Schritt der auch baulichen Neu­auf­stellung der Reha Dannen­berg nähert sich der Vollendung. Gestern wurde Richtfest am künftigen Therapiegebäude gefeiert. Es wird am Dömitzer Damm errichtet. Die Reha Dannenberg, die Einrichtung zur medizinischen und beruf­lichen Rehabilitation psychisch kranker Menschen, gehört zu den Diakonischen Ein­richtungen Wend­land. Der Bau mit Büros, Werkstätten, Lehrküche, Arzt-, Behandlungs- und Therapie­räumen hat rund 1000 Quadratmeter Funktions­flächen und kostet rund 1,2 Millionen Euro.

Umzug für den Herbst geplant

Diakonische Einrichtungen feierten Richtfest des Therapiegebäudes der Reha Dannenberg

Vor einem Teil des Neubaus des Reha-Therapie­zentrums (von links): Architekt Christoph Ahrens, Bauunternehmer Michael Wieczorek, DE-Aufsichtsrat Klaus-Markus Kühnel, DE-Vorstand Wolfgang Kraft, der neue Reha-Arzt Dr. Joachim Ballandat sowie SG-Bürgermeister Jürgen Meyer.
A.: Ch. Beyer


by Dannenberg. Bauunternehmer Michael Wieczorek muss es als Beteiligter wissen: Wenn sich an der Zahl von Bauten für soziale Einrichtungen die soziale Kompetenz in der Kommune ableiten lasse, dann sei Dannenberg ganz vorn. Gestern wurde in der Stadt erneut Richtfest für ein "soziales Gebäude" gefeiert, nämlich für das Therapiezentrum der Reha-Dannenberg der Diakonischen Einrichtungen Wendland. Die Reha ist eine Einrichtung zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation psychisch kranker Menschen.

Während im vergangenen Jahr bereits zwei Wohnheime für die Reha mit insgesamt 22 Plätzen im Querdeich und im Develang neu gebaut und bezogen wurden, findet die Therapie nach wie vor in Gebäuden auf dem Gelände des Johanniterheimes statt.

Das soll im Herbst Geschichte sein, wenn die Arbeitsbereiche Hauswirtschaft, Tischlerei und Verwaltung in den rund 1000 Quadratmeter großen und 1,2 Millionen Euro teuren Neubau am Dömitzer Damm umziehen. Für die Gärtnerei wird noch ein Gewächshaus er­rich­tet, die Aus­schreibung läuft. Das in Teilen zweistöckige neue Gebäude bietet Büros - unter anderem wird die Verwaltung der Diakonischen Ein­richtungen Wendland dort ein­ziehen - Arzt- und Behandlungszimmer, Thera­pie­räume, Werk­stätten, Umkleide- und Sanitär­räume sowie die Lehrküche mit Speiseraum, zählte DE-Vorstand Wolfgang Kraft auf.

Er ist froh, dass sich der letzte Reha - Bau und damit auch die Neuaufstellung der Einrichtung der Vollendung nähere. Die Reha Dannenberg werde eine der "innovativsten und modernsten Einrichtungen ihrer Art in Niedersachsen und darüber hinaus" sein.

Im Winter lag der Bau zwangsweise drei Monate still, abgesehen davon sei man im Zeit­plan; der Rohbau sei gut gelungen, der Bau­herr zufrieden. Wolfgang Kraft lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmer Michael Wieczorek, dem Architekten Christoph Ahrens aus Braun­schweig und den Hand­werkern. Auch der Stadt und der Sparkasse dankte Kraft für die große Unter­stützung. Er deutete dieses Engage­ment als einen Aus­druck von Nächstenliebe, als das Interesse und die Bereitschaft Menschen in Not zu unterstützen.

Alle 30 Plätze der Reha Dannenberg - die 22 stationären Plätze, zwei ambulante sowie sechs weitere zur reinen beruflichen Reha­bi­li­tation seien belegt, informierte Kraft. Er stellte auch den neuen ärztlichen Leiter der Reha-Dannenberg vor, Dr. Joachim Ballandat, Arzt für Psychiatrie und Psycho­therapie. Seit dem 1. April ist er in Dannenberg im Dienst.

5.6.09
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung
Ein Traum hat sich erfüllt
Dannenberg: Baubeginn am Reha-Zentrum

rg Dannenberg In der Jeetzelstadt haben die Bauarbeiten am Therapiezentrum der Reha-Dannenberg begonnen. Mit der Grund­stein­legung fiel am Mittwoch im Beisein von Nieder­sachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann der Startschuss für das 1,6-Millionen-Euro-Projekt und damit für den weiteren Ausbau des Standortes Dannenberg zu einem Zentrum für die Rehabilitation psychisch kranker Menschen in Niedersachsen.
"Ein Traum hat sich erfüllt", freute sich während der Feierstunde der ehemalige Geschäftsführer der Diakonischen Ein­rich­tungen Lüchow-Dannen­berg, Bernt Renzenbrink.

Denn noch vor wenigen Jahren stand die Betreuung psychisch kranker Menschen in Dannenberg vor dem Aus: "Die Einrichtungen waren nicht mehr zeitgemäß", erinnert Renzenbrink. Dank der guten und engen Zusammenarbeit von Diakonie, Landeskirche, Stadt Dannenberg, Samtgemeinde sowie dem Land und der Deutschen Rentenversicherung sei es gelungen, ein Finanzierungskonzept auf den Weg zu bringen und die Reha-Dannenberg "für die Zukunft aufzustellen. Dafür können wir dankbar sein".

3.6.09

Quelle: D·E aktuell


Einweihung der Appartementhäuser

Anläßlich der Einweihung der Apparte­ment­häuser der REHA-Dannen­berg im Develangring ent­hüllte Werner Götz - Maler und Bild­hauer aus Nienwalde - eine seiner Skulpturen: "Pirouette".

Die zweite Skulptur "Kletterer" steht am Dannen­berger 'Querdeich'. Die Arbeiten wurden gestiftet von den bauausführenden Firmen.

Aufn.: D. Schüler

Werner Götz

20.3.09
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung
Vorbildlich neu aufgestellt
Schlüsselübergabe für die Wohnheime der REHA Dannenberg -Jetzt 22 statt 18 Plätze und eine Warteliste

Knapp 38 Quadrat­meter groß sind die Apparte­ments in den Wohn­heimen der REHA-Dannen­berg. Sie bestehen aus einem größeren Wohn­bereich mit Küchen­zeile sowie einem Schlaf­zimmer mit Bad. An­läss­lich der Schlüssel­über­gabe besichtigten DE-Vorstand Bernt Renzenbrink (Zweiter von links), Bau­unter­nehmer Michael Wieczorek und REHA-Leiter Detlef Schüler die Apparte­ments von Benjamin Ackermann (links) und Janina Engel, die nach einer psychischen Er­krankung zur medi­zi­nischen und beruf­lichen Reha­bilitation nach Dannen­berg kamen.

by Dannenberg "Es geht bergauf" strahlen Janina Engel und Benjamin Ackermann, beide werden seit einiger Zeit in der "REHA-Dannenberg" nach einer psychischen Er­krank­ung wieder "aufgebaut". Dass der Auf­enthalt in der Einrichtung für die medizinische und be­ruf­liche Rehbilitation gut tut und wieder einer Perspektive gibt, habe er gleich am ersten Tag gemerkt, berichtet Benjamin Ackermann.

"Es geht bergauf" - das empfinden auch Bernt Renzenbrink, geschäftsführender Vorstand der Diakonischen Einrichtungen im Kirchenkreis, zu denen die REHA Dannenberg gehört, und der REHA-Leiter Detlef Schüler.

Renzenbrink war im Sommer 2007 als vom Diakonischen Werk empfohlener Retter in der Not nach Lüchow-Dannenberg gekommen. Er sollte das damals drohende Ende der REHA abwenden, das auch im schlimmsten Fall das Ende der Diakonischen Einrichtungen nach sich gezogen hätte. Die Kosten­träger hatten vor­übergehend der REHA wegen des fehlenden Klinik­standards die Be­triebs­erlaubnis ent­zogen. Renzenbrink, Vorsitzender des Vereins "Senior Consulting Service Diakonie", eines Zusammen­schlusses ehe­ma­li­ger Führungs­kräfte in der Diakonie, schaffte, was DE-Aufsichtsrat und -Mitglieder vom ihm erhofften. Sein Konzept für die REHA Dannen­berg über­zeugte den Kosten­träger Deutsche Renten­ver­sicherung sowie die Zuschussgeber, sodass für insgesamt 1,7 Millionen Euro zwei neue Wohn­heime für die Rehabilitanden gebaut werden konnten. Damit stehen nun 22 Wohn­heim­plätze zur Ver­fügung, bislang waren es 18.

Eines dieser Wohnheime befindet sich im Dannenberger Querdeich und wurde bereits im Januar bezogen, das zweite am Develang, hier wurden in der vergangenen Woche die Koffer ausgepackt. Bis dahin waren die Reha­bili­tanden in Dömitz untergebracht und wurden jeden Tag nach Dannenberg gefahren, denn noch befinden sich die Therapie-Räume auf dem Gelände des Johanniterheimes.

Im Juni nun soll - ebenfalls am Develang - der Grundstein für das neue, rund 1,4 Millionen Euro teure Therapiezentrum gelegt werden. Der Bauunternehmer Michael Wieczorek wird es wieder errichten, aber nicht wie ur­sprüng­lich geplant, sondern auch gleichzeitig als Investor fungieren. Eigentümer werden die DE sein, Bernt Renzenbrink hat bereits erste Zuschussgeber gefunden. Der DE-Vorstand ist sichtlich stolz auf das Erreichte: "Hier war es so elendig, jetzt ist die REHA Dannenberg in vorbild­licher Weise neu aufgestellt". Renzenbrink ist stolz, beim Kosten­träger viele seiner Vorstellungen durch­gesetzt zu haben. Zentrales Ziel des betreuten Wohn­angebotes ist die Hilfe und Förderung im Bereich der alltags­praktischen Fähig­keiten, damit jeder und jede Einzelne ein möglichst eigen­ständiges und aktives Leben führen kann. Die Psychiatrie habe bislang allgemein, was die Ausstattung der Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen angehe, einen Nachholbedarf. Die REHA-Dannenberg sei aber nun Vorreiter.

In dieser Woche war die offizielle Schlüssel­übergabe für die beiden Wohnheime. Jedes ver­fügt über elf knapp 38 Quadratmeter große Appartements. Das Konzept "klein, aber mein", soll die Gesundung und Rehabilitation erleich­tern. Schließlich seien die Patienten in der REHA 18 bis 55 Jahre alt, hätten schon einen eigenen Haushalt geführt. Bis sie dann durch eine Lebens­krise oder auch durch Drogen­konsum psychisch krank wurden, und das "Chaos im Kopf" begann.

Bis zu einem Jahr bleiben die Patientinnen und Patienten in der REHA in Dannenberg, im Durchschnitt sind es acht Monate. Das Ein­zugs­gebiet der Ein­richtung um­fasst ins­gesamt zwölf Landkreise im Umkreis von etwa 150 Kilometer rund um Dannenberg, die dortige Reha ist eine von sieben in Nieder­sachsen. Längst ist man wieder voll belegt und es gibt eine lange Warteliste, berichtet Detlef Schüler.

3.8.08
Quelle: Generalanzeiger
Warteliste bereits lang
Diakonie baut Reha-Zentrum mit geteilten Wohn- und Arbeitsbereichen in Dannenberg

"Sie geben psychisch erkrankten Menschen die Chance, zu gesunden und wieder ein normales Leben zu beginnen": Dannen­bergs stell­ver­tretende Bürgermeisterin Barbara Felber lobte während des ersten symbolischen Spaten­stiches des neuen Reha-Zentrums der Dia­konischen Ein­richtungen am Donnerstag in Dannenberg, dass das Projekt "inmitten der Stadt und nicht versteckt am Rande realisiert" würde. Zuvor be­grüß­te Diakonie-Vorstand Bernt Renzenbrink zahl­reiche Gäste aus Politik und Verwaltung. Gemein­sam griffen sieben Akteure, darunter auch Bau­herr und General­unternehmer Michael Wieczorek aus Hitzacker, anschließend zum Spaten. Wie wich­tig ein solches Zentrum ist, verdeutlichen folgende Zahlen: Psychische Störungen und Er­kran­kungen kommen in Europa häufig vor. Eine aktuelle Studie der TU Dresden ermittelte, dass 27 Prozent der EU-Bürger pro Jahr daran er­kran­ken. Doch nur etwa ein Viertel der Betroffenen wird auch angemessen behandelt …
Um einem Teil dieser Menschen helfen zu können, baut die Diakonie ein modernes Reha-Zentrum in Dannenberg.

Allerdings ist die Diakonie nur Pächter: Erstellt werden die Objekte von der Firma Wieczorek aus Hitzacker, die die Gebäude dann ver­mietet. Gebaut wird ein "zeitgemäßes, barrierefreies Gebäude". Ganz in der Nähe entsteht auch ein Appartementkomplex, in dem die Menschen woh­nen, die im Reha-Zentrum auf ihre Wieder­eingliederung ins Berufs­leben vorbereitet werden.

Anlässlich des ersten Spaten­stiches betonte Bau­herr Wieczorek die bedeutende Rolle die Dannen­berg dank der Neubauten künftig als sozial­kom­pe­tentem Standort in Niedersachsen zufalle. Wie hoch nämlich der Bedarf für der­artige Einrichtungen ist, lässt sich aus der Tatsache ablesen, das bereits vor Bau­beginn eine lange Warte­liste existiert, wie Bernt Renzenbrink mit­teilte.

Pastor Klaus-Markus Kühnel verglich das zweite Objekt - der Apparte­ment­komplex, der unweit der Reha-Werkstatt am Develang errichtet wird - mit einer Arche, die den Menschen Schutz ge­währen soll. Und genau wie bei Noah sei auch für das Projekt der Diakonie "Gott der Auftrag­geber" für den Bau, so Kühnel.

Einrichtungsleiter Detlef Schüler erläuterte die Ziele, die mit dem Neubau des Reha-Zentrums der REHA-Dannenberg erreichen werden sollen: "Die medi­zinische-berufliche Reha­bili­tation der REHA-Dannenberg ist eine Komplex-Leistung - ein komplexes Angebot für erwach­sene Menschen mit psychischer Erkrankung, die aus Nord­ost­nieder­sachsen und den an­grenzenden neuen Bundesländern für 6-12 Monate nach Dannenberg kommen. Unsere Rehabilitandinnen und Rehabilitanden wollen sich eine neue Lebens- und Berufsperspektive erarbeiten, ihre Erkrankung besser verstehen und mit ihr leben lernen und ihre sozialen Kompe­tenzen weiter ent­wickeln.

Um diese Ziele mit den Rehabilitanden erreichen zu können brauchen wir ein zeit­gemäßes, barrierefreies Gebäude mit Räumlich­keiten für unsere Verwaltung, für die Behandlung und Beratung sowie Werkstätten für das Arbeits­training und die Arbeits­therapie."

Diese Räumlichkeiten werden am Dömitzer Damm in einem Gebäudekomplex realisiert.

"Unsere Anforderungen an das Gebäude sind vielfältig", berichtete Schüler weiter: "Unter einem Dach sollen arbeits­therapeutische Werks­tätten für 'Arbeits­atmosphäre' sorgen, zugleich soll für ärztliche Behand­lung, für Psycho­therapie und Rehabilitations­beratung ausreichend 'ge­schützter' Beratungs- und Gruppenraum sicher­gestellt sein, gleich­zeitig brauchen wir einen ein­ladenden Empfangs- und Wartebereich, einen Ruhe-, und Ent­spannungs­bereich und das Ganze auf einem ansprechend gestalteten Frei­gelände, auf dem sich zusätzlich auch die Wirt­schafts­flächen für den Arbeits­trainings­bereich Garten befinden.

Die vor­liegende gelungene Bau­planung, die mit unserem Leistungs­träger, der DRV Braun­schweig-Hannover abgestimmt wird, be­rück­sichtigt all diese Anforder­ungen und trägt somit ihren Teil dazu bei, ein sowohl förderndes als auch herausforderndes thera­peutisches Milieu in der REHA-Dannenberg herzustellen", so Schüler.

Ins­gesamt werden 4 Arbeits­trainingsbereiche mit jeweils 6 Trainingsplätzen entstehen: eine Holz­werk­statt, ein Garten­bereich mit Ge­wächs­haus, eine Küche mit einem Speise­raum und ein Büro für den Arbeits­trainings­bereich Büro / Ver­waltung.

23.5.08
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung
Grundsteinlegung für Reha-Appartements

by Dannenberg Der Bauplan, eine Beschreibung des REHA - Wohnprojektes, eine EJZ von gestern und Münzen enthält die Hülse, die gestern Vor­mit­tag in den Grundstein für das neue Appar­te­ment­haus der REHA - Dannen­berg im Baugebiet Quer­deich gemauert wurde. ( … ) Die seit 1996 beste­hende Rehabilitations­einrichtung für psychisch kranke Menschen bekommt neue Gebäude, zwei Wohnhäuser mit je elf Appar­te­ments ent­stehen am Querdeich und am Develang­ring.

Grundstein für einen Neu­an­fang - Bauarbeiten für die Appartementhäuser für die REHA-Dannenberg haben begonnen - Andacht an der Querdeich-Baustelle

( … ) Generalunternehmer für die 1,7 Millionen-Euro-Investition ist das Bauunternehmen Wieczorek, das auch der Investor für das Ge­bäu­de mit Therapie- und Werkstatträumen sein wird.

Seit 1996 gibt es die REHA in Dannenberg, es ist eine von sieben RPKs in Niedersachsen. Rund 300 Menschen hat sie bislang betreut, rund die Hälfte erreichte die Erwerbsfähigkeit wieder. Aufgrund baulicher Unzulänglichkeiten am bis­herigen Stand­ort auf dem Gelände des Johanniter­heimes drohte der REHA allerdings vor einem Jahr der Entzug der Betriebs­erlaubnis. Das sorgte für reichlich Angst­schweiß bei der DE und im Kirchenkreis, als Retter in der Not empfahl das Diakonische Werk da­rauf­hin Bernt Renzenbrink als neuen Vor­stand und Geschäfts­führer.

Renzenbrink ist Gründer des "Senior Consulting Service Diakonie", eines Vereins ehemaliger Dia­ko­nie-Manager, der bei den DE in Lüchow - Dannen­berg seinen ersten und ernsten Einsatz hatte - und dem es gelang, mehrere Geldgeber, darunter das Land und die Aktion Mensch - zu gewinnen.

Das Ergebnis der offensichtlich nun erfolg­reichen Rettungsaktion - die Be­willi­gungs­bescheide zum vor­zeitigen Maß­nahme­beginn waren gerade rechtzeitig eingegangen - war gestern die Grund­steinlegung im sandigen Querdeich mit einer Andacht und anschließ­endem Fest­pro­gramm im Ohm'schen Haus. Dass dort alle mit staubigen Schuhen saßen, wertete Dr. Christoph Künkel vom Landes­kirchen­amt Hannover als ein gutes Zei­chen, "denn Diakonie ohne Boden­haftung läuft in die Irre", sagte der Diakonie­dezernent. ( … ) Und Jürgen Rodewald von der Deutschen Renten­versicherung Braun­schweig - Hannover zeigte sich überzeugt, dass die REHA in Dannenberg ihren Auftrag inhaltlich ernst nehme und eine erfolg­reiche Arbeit leisten werde.

In seinem Festvortrag legte Dr. Wolfgang Schoepffer vom Sozialministerium in Hannover das Engagement des Landes für seelisch behinderte Menschen dar. ( … )

Dannenbergs Stadtdirektor Jürgen Meyer freute sich, dass die REHA - Dannenberg gehalten werden kann und eine Perspektive bekomme. ( … )